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Gas- und Ölheizung

Welche Heizungen sind noch erlaubt?

Gas- und Ölheizungen zählen nach wie vor zu den verbreiteten Heizsystemen in Bestandsgebäuden. Viele Eigentümer nutzen eine alte Anlage, die zuverlässig Wärme erzeugt, stellen sich jedoch zunehmend die Frage nach Zukunftsfähigkeit, eingesetztem Brennstoff und steigenden Heizkosten. Besonders bei einer alten Heizung auf Basis von Heizöl rücken Modernisierung oder Umstellung stärker in den Fokus, um die Heizkosten langfristig besser zu steuern.

Gasheizung: Weiter im Bestand erlaubt – aber mit Einschränkungen

Gasheizungen dürfen in Bestandsgebäuden weiterhin betrieben und modernisiert werden – jedoch nur unter bestimmten Bedingungen:

  • Einbau nur noch als Hybridlösung, also in Kombination mit erneuerbaren Energien (z. B. Wärmepumpe oder Solarthermie).
  • Rein fossile Gasheizungen werden nicht mehr gefördert.
  • Kommunale Wärmeplanung entscheidet künftig darüber, ob ein Gasanschluss langfristig bestehen bleibt.

Wichtig: Eine modernisierte Gasbrennwertheizung kann effizient arbeiten, ist jedoch als alleinige Heizung nur begrenzt zukunftsfähig.

Vorteile der Gasheizung

+ hohe Effizienz (Brennwerttechnik)
+ vergleichsweise geringe Investitionskosten
+ einfacher Austausch im Bestand

Nachteile der Gasheizung

- steigende CO₂-Abgaben bis mindestens 2030
- langfristige Unsicherheit durch Wärmeplanung
- keine staatliche Förderung für rein fossile Systeme

Worauf geachtet werden sollte

  • langfristige Kostenentwicklung durch Energiepreise
  • eingeschränkte Zukunftssicherheit bei rein fossilen Systemen
  • steigende Anforderungen an den Anteil erneuerbarer Energien

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Ölheizung: Betrieb erlaubt, aber Austausch nicht mehr empfohlen

Ölheizungen sind vor allem in ländlichen Regionen noch weit verbreitet. Bestehende Anlagen auf Basis von Heizöl können weiterhin genutzt werden, stehen jedoch vor wachsenden wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen. Eine reine Neuinstallation ist in der Praxis kaum noch sinnvoll – moderne Lösungen setzen auf Ergänzung oder Ersatz.

Welche Möglichkeiten bestehen für Ölheizungsbesitzer?

  1. Hybridlösung: Öl + Wärmepumpe oder Öl + Solarthermie
  2. Umstieg auf Wärmepumpe (meist wirtschaftlich und förderfähig)
  3. Kompletter Heizungswechsel auf eine Zukunftstechnologie

Vorteile der Ölheizung

+ robuste Technik
+ hohe Wärmeleistung
+ Brennstoffvorrat im Keller
+ Nutzung vorhandener Heizkörper

Nachteile der Ölheizung

  • Fossiler Energieträger
  • höchste CO₂-Kosten aller Heizsysteme
  • keine Förderung
  • kaum Zukunftssicherheit
  • Lagerraum / Öltank erforderlich
  • Keine staatliche Förderung
  • Spezieller Schornstein erforderlich
  • Für Effizienzhäuser ungeeignet
  • Potenzielle Umweltgefährdung durch auslaufendes ÖL
  • Begrenzte Modellauswahl

Öltank austauschen 

Aufgrund des Handlings mit dem Brennstoff ist der Komfort nicht so hoch wie bei Gassystemen. Bei Altanlagen gibt es oft noch das Problem, dass sie nicht ganz geruchsdicht sind. Bei einer Heizungsmodernisierung sollte immer auch der Öltank auf seine Tauglichkeit und Betriebssicherheit hin überprüft und gegebenenfalls durch ein neues Modell mit Geruchssperre ersetzt werden.

Diesen Check übernimmt Ihr bad&heizung-Fachbetrieb gerne für Sie. Und hier die Pluspunkte der modernen Öltank-Generation:

  • Platzgewinn im Keller: Keine gemauerte und speziell beschichtete Auffangwanne mehr notwendig dank der Doppelwandigkeit moderner Öltanks
  • Kein Ölgeruch mehr: Moderne Tanksysteme aus neuen Kunststoffmaterialien verfügen über eine hochwertige Diffusionssperre. Der große Nutzen: Keinerlei Ölgeruch mehr im Haus.
  • Garantierte Überfüllsicherung: Füllstandbegrenzer sind heute Ausstattungspflicht.
  • Keine Korrosionsgefahr: Moderne Kunststofftanks rosten nicht und haben daher eine höhere Lebensdauer.
  • Leichte Montage: Moderne Öltanks sind platzsparend geformt, relativ leicht beweglich und passen durch jeden Türrahmen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen (GEG & Wärmeplanung)

Die gesetzlichen Vorgaben für Heizsysteme haben sich deutlich verändert und betreffen insbesondere Gas- und Ölheizungen in Bestandsgebäuden. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie die kommunale Wärmeplanung geben den Rahmen vor, unter welchen Bedingungen bestehende Anlagen weiter betrieben, modernisiert oder ersetzt werden können. Dabei spielen auch staatliche Förderprogramme eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Kombination fossiler Heizungen mit erneuerbaren Energien.

Was gilt für Bestandsgebäude?

  • Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen weiter betrieben werden.
  • Defekte Heizungen dürfen repariert werden.
  • Bei Totalschaden müssen seit 2024 mindestens 65 % erneuerbare Energien eingehalten werden – allerdings erst, wenn die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen ist.

Für Modernisierungen und den Umstieg auf effizientere Heizlösungen können Fördermittel in Anspruch genommen werden – vor allem bei Hybridlösungen oder dem Wechsel zu 

Was gilt für Neubauten?

  • Fossile Gas- und Ölheizungen nicht mehr zulässig.
  • Neubauten benötigen ein Heizsystem auf Basis erneuerbarer Energie.
  • Förderprogramme konzentrieren sich hier nahezu ausschließlich auf erneuerbare Heiztechnologien.

 

Hybridlösungen – der sinnvolle Zwischenschritt

Für viele Gebäude stellt eine Hybridheizung eine praktikable Lösung dar. Die bestehende Anlage bleibt erhalten, während ein erneuerbares System den überwiegenden Teil der Heizleistung übernimmt und die Effizienz der gesamten Heizung verbessert. Gleichzeitig eröffnen Hybridlösungen häufig den Zugang zu staatlichen Förderprogrammen.

Typische Kombinationen:

  • Gasheizung + Wärmepumpe
  • Ölheizung + Wärmepumpe
  • Gas oder Öl + Solarthermie

Vorteile:

  • bessere Energieeffizienz
  • geringere Betriebskosten
  • schrittweiser Umstieg ohne Komplettsanierungv

Alternative Heizsysteme – langfristig zukunftssicher

Immer mehr Eigentümer entscheiden sich bewusst für den vollständigen Wechsel zu einem erneuerbaren Heizsystem.

Wärmepumpe

  • besonders effizient
  • niedrige laufende Kosten
  • ideal für Neubau und sanierte Bestandsgebäude

Pelletheizung

  • geeignet für größere Gebäude
  • Nutzung nachwachsender Rohstoffe
  • gute Alternative bei hohem Wärmebedarf

Welche Heizlösung passt zu Ihrem Gebäude?

Die richtige Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Gebäudezustand und Dämmung
  • vorhandene Heizkörper oder Fußbodenheizung
  • Platzverhältnisse
  • Investitionsrahmen
  • langfristige Planung

Unsere Fachbetriebe entwickeln auf dieser Basis ein individuelles Heizkonzept – verständlich, transparent und praxisnah.

Unsere Leistungen im Überblick

  • persönliche Heizungsberatung
  • Modernisierung von Gas- und Ölheizungen
  • Planung von Hybrid- und Alternativsystemen
  • Austausch und Neuinstallation
  • Umsetzung aus einer Hand durch erfahrene Fachbetriebe

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